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Artikel 50 ist in Kraft: 5 Dinge für diese Woche

Zuletzt aktualisiert am 2. August 2026

Seit dem 2. August 2026 sind die Transparenzpflichten des Artikels 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 geltendes Recht in der EU — für Chatbots, KI-generierte Inhalte, Deepfakes und Emotionserkennung. Falls Ihr Team auf eine weitere Verschiebung gehofft hat: der Digital Omnibus verschob die Hochrisiko-Regeln, nicht Artikel 50. Hier sind die fünf Dinge, die sich in der ersten Woche lohnen — konkret und mit offiziellen Quellen belegt.

1. Klären, welche Absätze für Sie gelten

Artikel 50 umfasst fünf verschiedene Pflichten, und die meisten Produkte lösen nur ein bis zwei davon aus: Offenlegung bei direkter Interaktion (50(1)), maschinenlesbare Kennzeichnung synthetischer Inhalte (50(2)), Offenlegung bei Emotionserkennung und biometrischer Kategorisierung (50(3)) und sichtbare Deepfake-Kennzeichnung (50(4)). Die FAQ der Europäischen Kommission zu Artikel 50 ist der beste offizielle Einstieg; unsere Aufschlüsselung nach Produkttyp sortiert die Pflichten nach dem, was Sie ausliefern. Der schnellste Weg zu einer schriftlichen Antwort: der kostenlose 3-Minuten-Check ordnet Ihr Produkt den genauen Absätzen zu und liefert einen datierten Gap-Report.

2. Chatbot- und Voice-Agent-Offenlegung ausrollen (Artikel 50(1))

Wenn Menschen direkt mit Ihrer KI interagieren — Support-Chatbot, Vertriebsassistent, Sprachagent —, müssen sie informiert werden, dass sie es mit einem KI-System zu tun haben, sofern das nicht aus dem Kontext offensichtlich ist. Das ist die günstigste Pflicht: ein klarer Hinweis in der Oberfläche oder Begrüßung. Umsetzungsbeispiele in Chatbot-Offenlegungsbeispiele und Voice-Agent-Offenlegung; ein fertiges Offenlegungs-Badge in 24 Sprachen ist nur ein Script-Tag entfernt.

3. Maschinenlesbare Kennzeichnung starten — nicht auf Dezember warten

Anbieter von Systemen, die synthetische Audio-, Bild-, Video- oder Textinhalte erzeugen, müssen die Ausgaben maschinenlesbar und erkennbar kennzeichnen (Artikel 50(2)). Systeme, die ab dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht werden, müssen vom ersten Tag an kennzeichnen; für Systeme, die vorher auf dem Markt waren, gilt eine Übergangsfrist bis zum 2. Dezember 2026 (Live-Countdown hier). Vier Monate sind wenig für eine Pipeline-Änderung: die Implementierungs-Checkliste vergleicht C2PA Content Credentials, unsichtbare Wasserzeichen und Metadaten je Inhaltstyp, und mit unserer C2PA-API können Sie noch diese Woche ein Testbild signieren.

4. Deepfakes und KI-Texte von öffentlichem Interesse sichtbar kennzeichnen

Betreiber, die Deepfakes veröffentlichen, müssen offenlegen, dass der Inhalt künstlich erzeugt oder manipuliert wurde; dasselbe gilt für KI-generierte Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren, sofern keine menschliche redaktionelle Kontrolle stattfand (Artikel 50(4)). Das ist ein sichtbares Label, getrennt von der maschinenlesbaren Kennzeichnung — wie man KI-Inhalte kennzeichnet zeigt Platzierungen, die den Anforderungen der Transparenz-Leitlinien der Kommission genügen.

5. Alles dokumentieren, was Sie gerade getan haben

Die Durchsetzung liegt bei den nationalen Marktüberwachungsbehörden (Überblick der Kommission zum Durchsetzungsrahmen), und Bußgelder für Artikel-50-Verstöße können 15 Mio. EUR oder 3 % des weltweiten Umsatzes erreichen (Artikel 99 Absatz 4 Buchstabe g) — aber die realistische erste Frage von Behörde oder Enterprise-Kunde lautet: „Zeigen Sie, was Sie wann getan haben.“ Führen Sie ein datiertes Protokoll Ihrer Bewertung, der ausgerollten Offenlegungen und der Kennzeichnungsentscheidungen: der Evidence-Pack-Leitfaden zeigt, was aufzubewahren ist. Beratungen, die das für Kunden erledigen, starten mit einem White-Label-Musterbericht (Agency-Plan).

Die 10-Minuten-Version

Wenn Sie heute nur eines tun: den kostenlosen Check durchführen. Er stellt ~10 Fragen, zitiert die genauen Absätze, die für Sie gelten, und erstellt einen datierten Gap-Report als ersten Eintrag Ihrer Compliance-Akte. Alles oben verweist auf die offiziellen Texte auf EUR-Lex und den Artikel-50-Seiten der Europäischen Kommission — lesen Sie diese, nicht die Panik-Posts.

Dieses Tool und seine Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keine Rechtsberatung dar. Wenden Sie sich für Ihre konkrete Situation an eine qualifizierte Rechtsanwältin oder einen qualifizierten Rechtsanwalt. Primärquelle: Verordnung (EU) 2024/1689 (EU-KI-Verordnung), Amtsblatt vom 13. Juni 2024 — EUR-Lex.

Nicht sicher, welche Pflichten für Sie gelten?

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